Musik im Bauch
Musik bei Ungeborenen

Die Auswirkung von Musik auf die Entwicklung von Kindern, beginnt bereits im Bauch


Sie haben bestimmt schonmal vordem Mozart-Effekt gehört. Dieser Mythos, dass klassische Musik Kinder schlauer macht und deswegen dröhnen manche Schwangere ihre Kinder bereits im Bauch schon mit Mozart, Beethoven und so weiter zu. Aber ist das förderlich und macht das ihr Kind wirklich schlauer als vorher?


Der Mozart-Effekt

Die Wissenschaft hat lange daran gearbeitet dafür eine Antwort zu finden, aber mittlerweile sind sie sich relativ einig. Einen tatsächlichen Mozart-Effekt gibt es nicht. Nur weil ein Kind Mozarts Klavier-Sonaten hören, sind sie nicht automatisch schlauer. Das Ganze ist etwas komplexer, denn es gibt nicht die eine perfekte Musikrichtung für ihr Baby. Falls sie sich jetzt stressen, weil sie denken, dass all die Mühen umsonst waren, dann kann ich Sie beruhigen. Klassische Musik trägt zur Reifung des autonomen Nervensystems bei, das zur Regulierung von Herzschlag, Atmung und Blutdruck beiträgt. Also alles Dinge die wir selber nicht steuern können.


Funktioniert das denn nur mit klassischer Musik?

Klassische Musik trägt dazu aber nicht einfach so bei, weil es eben klassische Musik ist. Das Kindergehirn kann das ja noch gar nicht unterscheiden, aber es ist meist sehr harmonisch und sanfte Musik, die eine beruhigende Wirkung hat. Klingt soweit logisch oder?

Weitere Musik die immer gut tut, ist Ihre persönliche Lieblingsmusik. Denn wenn Sie ihre Lieblingskünstlerin hören, sich darüber freuen und glücklich sind, dann setzt Ihr Körper Endorphine, Glückshormone, frei und das ist natürlich gut für das Baby. Ein Ungeborenes kann ab der 16. Schwangerschaft Geräusche wahrnehmen, allerdings noch nicht viele. Das Gehör braucht noch ein wenig.

In der 21. Schwangerschaftswoche ist das Gehör ausgereift und kann Geräusche wahrnehmen, allerdings da noch primär die Geräusche innerhalb des Körpers ihrer Mutter, also Blutrauschen, Organe, den Herzschlag und die Stimme der Mutter. Ab der 26. Schwangerschaftswoche kann es auch Außengeräusche wahrnehmen aber auch da eher tiefe Töne und klare Rythmen. Es wurde durch Studien bewiesen, dass Babys in der Lage sind, Melodien, die sie vor der Geburt gehört haben, auch nach der Geburt wiederzuerkennen. Daher können Sie bereits vor der Geburt zum Beispiel eine Spieluhrmelodie vorspielen, die Ihrem Kind nach der Geburt dann bekannt vorkommt. Das ist besonders ein Vorteil, wenn das Kind durch die Geburt gestresst ist, weil die gesamte Umgebung eine ganz andere ist, dann ist es beruhigend, eine Melodie zu hören, die es wiedererkennt.

Wichtig bei Musik während der Schwangerschaft ist, dass man Stress für das Kind vermeidet. Es ist nicht mehr förderlich, jeden Tag für 5h Mozart auf der lautesten Stufe direkt auf den Bauch zu spielen. Dass kann dann doch irgendwann zu Stress führen. Sie brauchen sich um Konzerte keine Sorgen machen, da die Bauchdecke und das Fruchtwasser gut Schall dämpfen können (direkt vor die Lautsprecher sollten Sie sich dann aber doch nciht stellen). Also machen Sie manchmal einfach ihre aktuellen Lieblingssongs an und lassen Sie es krachen. Oder suchen Sie sich nette Musik und einen ruhigen Moment und genießen Sie die Musik gemeinsam.

Interessanterweise wurden auch viele Studien zur Wirkung von Musik auf den Mensch insb. an Frühchen durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Musikrichtungen und Instrumente getestet und im Ergebnis fanden die Frühchen die Schlangenbeschwörerflöte am Besten. Irgendwas an den orientalischen Klängen dieser Flöte hat die kleinen Neugeborenen sehr entspannt. Im Allgemeinen tut Musik bei Frühgeburten allen Parteien gut. Nach der Geburt sind natürlich auch die Eltern sehr gestresst und da kann gemeinsames Singen/Summen den Stress bei allen Beteiligten senken.


Um ihrem Musik von Anfang an, die Musik mit auf den Weg zu geben, haben Sie verschiedene Möglichkeiten
Sie können:

  • Selber Musik hören die Ihnen gefällt
    • Die Glückshormone werden einfach an Ihr Kind weitergeleitet
  • Musik mit tieferen Tönen und starken Rythmen hören
    • Ihr Kind kann diese schneller und besser wahrnehmen
  • bereits während der Schwangerschaft ein Schlaflied oder die Spieluhr vorspielen
    • Ihr Kind wird diese nach der Geburt wiedererkennen können
  • Kurz nach der Geburt bereits auf bekannte Melodien zurückgreifen


Website von Maren Bischoff
Projekt für PA-GK1-E_2025/26
Die Auswirkung von Musik auf die Entwicklung von Babies/Kleinkindern